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Das Waldschaf

Geschichte

Das Waldschaf ist eine einst in Süddeutschland weit verbreitete Landschafrasse. Heute ist das Waldschaf nur noch wenigen Menschen bekannt, denn die Tiere sind in ihrem Bestand drastisch zurückgegangen. Derzeit gibt es in Deutschland etwa 1500 Waldschafe.

Der Bestand hat sich aus den letzten noch überlebenden Tieren im Bayerischen Wald wieder aufgebaut. Etwa 70 Tiere konnten noch gefunden werden, in denen das bereits ausgestorbene Zaupelschaf noch zu erkennen war. So wurde vor etwa 30 Jahren der Neubeginn des Waldschafes begründet und damit ein Großteil der alten Genetik gerettet. Einflüsse anderer Rassen sind bei einzelnen Tieren immer wieder in Ansätzen zu erkennen, so weisen z.B. Hängeohren auf den Einfluss des Bergschafes hin.

Wir züchten seit 2005 im Herdbuch und tragen so zum Erhalt der Rasse bei.

Beschreibung

Das Waldschaf ist ein kleines bis mittelgroßes Schaf mit geradem bis leicht geramstem Nasenprofil und kurzen waagerecht stehenden Ohren. Die Tiere können gehörnt und ungehört vorkommen, wobei die Mehrzahl der männlichen Tiere ausladende Widderhörner entwickelt. Bei den weiblichen Tieren sind die Hörner deutlich kleiner, jedoch auch weit verbreitet. Das Vlies der Waldschafe ist mischwollig. Es gibt heute vor allem helle Waldschafe,  doch kommen auch braune, graue und schwarze Tiere vor. Die kardierte Wolle eignet sich sehr gut zum Handspinnen. (Mehr dazu siehe unter "Wollprojekt".)

Die Klauen sind hart, die Konstitution insgesamt robust und genügsam. Ansonsten gilt die Aussage von Professor Sambraus: "Das typische Waldschaf ist ein untypisches", denn es kommen sehr viele Woll-, Größen- und Pigment-Variationen vor, so dass die Individuen gut voneinander zu unterschieden sind.

Das Waldschaf hat hervorragende Muttereigenschaften und bringt meist Einlinge oder Zwillinge zur Welt, die es problemlos aufzieht.

Wiederbelebung

Waldschafe sind uns unentbehrliche Helfer bei der Bewirtschaftung von Extensivstandorten geworden und tragen so zum Erhalt einer abwechslungsreichen Kulturlandschaft mit offenen Wiesen und Hanglagen bei – auf der Schwäbischen Alb genauso wie wie im Naturpark & Nationalpark Kellerwald - Edersee.